Mit der Bille durch den Wald

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Am Wochenende haben wir meistens etwas vor. So richtig geplant ist es aber nicht, bzw. oft ziehen wir einfach los. Heute Morgen sitzen wir in der Küche und ich frage Frida „Und, was machen wir an diesem schönen Sonntag. Du darfst entscheiden, Wald oder Wasser?“ Sie schielt lieber auf mein Brötchen und so treffe ich die Entscheidung. Wenigstens ab und zu kann ich das. 😉

Frühstück?!

Eigentlich wollte ich gar nicht so weit laufen aber es kommt immer anders.

Schon länger war ich auf der Suche nach dem Weg, den wir das letzte Mal wohl in 2015 gelaufen sind. Irgendwo im Sachsenwald bei Aumühle, irgendwo an der Bille … Dann kommt mir die glorreiche Idee auf Google Maps zu schauen und zwar auf den Verlauf der Bille. Man muss ihr ja nur folgen. Bingo! Ich habe ihn wieder.

Ab ins Auto und los. Eine halbe Stunde Fahrzeit und wir sind da und ich höchst erfreut, dass mein Navi mich genau an diesen Wanderparkplatz bringt, den ich noch im Kopf hatte, zumindest bildlich. Immer noch ist ordentlich Wind und warm ist anders, dafür scheint die Sonne und wir sind völlig alleine.

Es geht direkt in den Wald und schnell ist man an der Bille, die sich ruhig hindurch schlängelt. Frida und ich sind heute beide im Regenmantel unterwegs. Alles gut und keiner kann so richtig nass werden. Und schon geht auch der erste Schauer nieder. Kein Regen sondern Hagel. Es ist April, definitiv. Ich liebe dieses Wetter. Wahrscheinlich, weil man dann den Wald für sich hat.

Wir laufen Weg Nr. 3. Das hatte ich bisher nicht beachtet aber heute mache ich es und habe sogar am Auto noch einen Tagpoint auf meiner Handykarte gesetzt. Ich habe mich hier schon mal böse verlaufen als ich eben diesen Weg suchte aber von der anderen Seite gestartet bin. Das brauche ich nicht nochmal.

Die andere Seite ist da, wo Ausflugslokale und auch das Eisenbahnmuseum liegen. Dort kann man einkehren im Ristorante Hotel Italia (schöne Terrasse) oder in der Mühle Waldesruh am See. Hier ist oft viel los. Besonders am Wochenende bei schönem Wetter. Das muss man mögen. Nicht meins aber manchmal finde auch ich es ok. Besonders, wenn man eine Waffel essen kann!

An der Mühle liegt auch ein großer Teich bzw. schon ein kleiner See, der auch von der Bille gespeist wird. Man kann einmal um ihn rum laufen, was wir heute zum ersten Mal machen. Es ist herrlich ruhig auf der einen Seite und ich frage mich, ob wir vielleicht zur anderen Seite schwimmen müssen. Dann sehen ich die Brücke. Beim Überqueren kommt man an dem Eisenbahnmuseum Lokschuppen Aumühle vorbei und wir statten ihm einen kurzen Besuch ab.

Man bin ich klein …

Bleibt man auf der anderen Seite, kann man weiter in den Garten der Schmetterlinge laufen oder sogar in den Schnurstracks Kletterwald. Da waren wir auch schon. Sehr empfehlenswert! Das Museum ist klein und hier stehen ein paar ordentlich alte Loks und alles mögliche, was so dazu gehört. Auch hier ist heute kaum einer unterwegs. So können wir mal reinschnuppern. Wer möchte kann natürlich auch noch einen Abstecher in das Bismarck-Museum machen. Wie konnte ich das nur vergessen. Es gibt sogar ein Mausoleum, die Stiftung und die Getränkequelle. Bismarck all over town.

Zurück auf unserem Weg um den See, sind wir schnell wieder beim Italiener und laufen nun wieder in Richtung Parkplatz. Den gleichen Weg, denn ich habe mich verschätzt, was die Zeit angeht. Aus einer Stunde Spaziergang sind dann schon wieder 2,5 geworden und ich muss lächeln. Frida und Nina on tour … Das ist nie kurz. Da wir Entdecker sind und beide neugierig, was das Finden von neuen Wegen angeht, verbasseln wir uns eben auch mal gerne unterwegs.

Langsam wird es nun doch voller. Familien mit Kinderwagen und Radfahrer kommen uns entgegen. Gut, dass wir zeitig aufgebrochen sind. Somit lassen wir die anderen jetzt alleine im Wald. Es war mal wieder sehr schön und wir genießen diese Touren sehr. Die Wege sind gut zu laufen. Für meinen Geschmack ist es noch zu „zivilisiert“ aber wenn man einfach mal nur spazieren gehen möchte ohne ständig darauf zu achten wohin man läuft, ist das eine entspannte Tour mit der Möglichkeit einen Kaffee zu trinken.

Im Sommer noch schöner!

Ach ja, es gibt auch noch den typischen Minigolfplatz direkt am See. Hatte ich fast vergessen. Kennt ihr diese alte Büdchenatmosphäre aus den 70′ Jahren noch? Das hat so viel Charme. Auch hier hängen die Langnese Eisflaggen noch am Fenster und es gibt Süßkram und etwas zu trinken. Herrlich Oldschool.

Ihr möchtet den Weg vielleicht auch mal laufen?

Dann startet am besten auf dem Wanderparkplatz in Reinbek Ohe auf dem Mühlenbek. Man muss über so eine Rumpelstraße fahren und der Parkplatz liegt rechter Hand. Kann man nicht verfehlen. Eigentlich … 😉

Ein Bus fährt ebenfalls an diese Ecke oder der Zug. Dann startet man am besten von Aumühle aus. Hier ist die letzte Haltestation und ab geht’s in den Wald.

Viel Spaß beim Erkunden!

Es war ein bisschen wie eine Retrotour und deswegen gibt es heute mal Bilder in schwarz weiß.

Kommentare 2

  1. der weisse hund 26. April 2017

    Lieben Dank, Claudia. Das freut mich. Euch auch einen schönen Abend 🙂

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