Impulskontrolle – Da war doch was!

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Es ist etwas ruhiger auf meinem Blog geworden. Dabei hatte ich doch versprochen, euch einen kleinen Bericht zum Seminar „Impulskontrolle“, von Ariane Ullrich zu geben. Das hole ich hiermit nach, allerdings in verkürzter Form.

Zur Zeit treiben mich viele Dinge um und ich habe einfach nicht die Ruhe und auch nicht die richtigen Worte, viel zu schreiben. Aber auch das wird sich wieder ändern, das weiß ich ganz sicher. Veränderungen fordern manchmal Zeit und Muße für die eigene Person und die eigene Komfortzone. Nicht alles läuft immer „wie geschmiert“, auch wenn man es gerne so hätte, oder auch gerne so darstellt … Es ist aber definitiv nicht so! Aber das ist ein anderes Thema.

Somit hier eine kleine Zusammenfassung, von einem interessanten und vielschichtigen Wochenende, unter dem Motto: Impulskontrolle bei Hunden, oder auch ihren Menschen 😉

Erwartet hatte ich viel … bekommen habe ich einiges. Am Ende habe ich festgestellt, dass man sich oft etwas ganz anderes vorgestellt hatte und auch bekommt. Das hört sich sicherlich seltsam an, aber ich habe einen Hund, der mit der Impulskontrolle auch mal ein Problemchen hat. Deswegen habe ich mir auch eher solche Kandidaten gewünscht. Allerdings wurde ich in der Beziehung etwas enttäuscht und damit stellt man sofort fest: Impulskontrolle ist ein weites Feld und jeder hat dazu eine andere, bzw. seine eigene Wahrnehmung, Meinung und einiges mehr. Nun denn, man lässt sich gerne überraschen.

Ariane Ullrich hat mit ihrem Vortrag ein wichtiges Feld beschritten und es ist, definitiv, sehr sehr vielschichtig. Die Einführung und Gliederung mit Folien und Beispielen hat mir gut gefallen. Hier fand man, bzw. Hund, sich schnell wieder. Die Vierbeiner, die aktiv angemeldet waren, hatten u.a. ihre Probleme mit Angst- und Meideverhalten, Aggression und „sozialen Umgangsformen“, grob gefasst.

Impulskontrolle
Wer kontrolliert hier wen?!

Ein Hund war dabei, der mich vom Wesen und auch von der Thematik an meine Hündin erinnerte. Darüber war ich sehr froh, denn mit den anderen, hätte ich uns, in der Hinsicht, nicht wirklich wiedergefunden. Das ist z.B. ein Punkt, bei dem ich mir wünschen würde, dass Teilnehmer und ihre Hunde, besser im Vorfeld ausgewählt würden. Ich weiß, dass dies sicherlich Unmut entstehen lässt, aber es könnte helfen, so ein Thema besser aufzustellen. Mein Tipp, sich hier vielleicht schlau zu machen, oder vorher zu erfragen.

Die Aktiven wurde angehalten, sich ein Verhalten bei ihrem Hund „auszusuchen“ und dieses sollte dann am zweiten Tag angegangen werden. Darauf war ich sehr gespannt. Der erste Tag bestand größtenteils aus Theorie. Man muss dazu sagen, dass ich bereits das Buch von Ariane Ullrich im Vorfeld gelesen hatte und auch hier eine gewisse Erwartungshaltung bestand. Lesen ist eines, sehen, wie jemand dann das Ganze umsetzt und arbeitet, ist etwas anderes! Hier bin ich sehr geteilter Meinung. Alle Hunde wurden mit Hilfe eines Clickers oder einem Markerwort, bez. ihrer Thematik „behandelt“. Das war mir zu wenig. Auch jetzt mag man hier anderer Meinung sein. Deswegen gehe ich auch nicht weiter ins Detail.

Mir hat das große Aha-Erlebnis gefehlt. Das meine ich gar nicht abwertend. Sicher ist es für viele, die gerne mit einem Clicker unterwegs sind, der ultimative Ansatz, für mich nicht. Da hätte ich mir einfach mehr Bandbreite und andere Möglichkeiten gewünscht. Denn der Hund ist einfach mehr als ein Empfänger von positiver Verstärkung im Sinne von Leckerchen usw.. Das fand ich schade. Für meine Hündin wäre das nicht in Frage gekommen. Aber da komme ich wieder auf den zeitlichen Aspekt und da kann man dann durchaus sagen, es ist erst mal ok. Viele Hunde lassen sich so schnell auf eine Kooperation mit ihrem Menschen ein.

Impulskontrolle

Fakt ist, ein Wochenende ist nicht viel Zeit, sich auf Mensch und Hund genug einzustellen und ein großes Thema ausführlich zu erarbeiten! Außerdem tickt jeder anders und hat so seine Wehwehchen. Es ist für jeden Trainer schwer, eine Gruppe unter einen Hut zu bringen. Das merkt man immer wieder. Aber die Stimmung war meist gut und ich kann diesen Workshop auch sehr empfehlen, um sich in diese Materie einzuarbeiten. Die Orga vor Ort und auch der Seminarort waren top! Von Ariane gab es ein Handout, was heutzutage auch nicht immer normal ist, das hat mich sehr gefreut. Außerdem ist sie sehr sehr nett, offen und freundlich und bekommt gut die Stimmungen, der anderen Personen zu fassen. Auch nicht immer ganz einfach …

Fazit: Seminare, Workshops etc. lohnen sich immer! Egal, ob ich mich hier wiederfinde oder nicht. Mich bereichert es, verschiedene Ansätze kennen zu lernen und nehme immer etwas mit. Außerdem ist für mich die zwischenmenschliche Interaktion ganz ganz wichtig. Da ich im Bereich des Einzelcoachings viel mehr unterwegs bin, ist das ein wichtiger Aspekt, so, möglichst viele Erfahrungen zu sammeln. Jeder Mensch ist anders und hat seine Befindlichkeiten. Gerade in Verbindung mit dem Vierbeiner, ganz oft auch eine brisante Mischung 😉

Danke an Candog und auch an Ariane Ullrich, für ein durchaus gelungenes Wochenende!

Daumen und Pfoten hoch 🙂

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