Positionierung mit Herz und Hund

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Heutzutage wird man ganz oft darum gebeten „sich zu positionieren“ bzw. man wird gefragt, wofür man mit seiner Person und seinem Unternehmen eigentlich steht? Auch ich habe mir am Anfang meiner Laufbahn eine Menge Gedanken dazu gemacht. Das Angebot ist riesig, die Konkurrenz auch und wie will und kann man da (s)eine Stellung überhaupt beziehen. Macht das Sinn? Ist das überhaupt gut?

Ja! Auf jeden Fall sollte man sich in dem ganzen Dschungel seine Nische raussuchen. D.h. aber nicht, mit irgend etwas um die Ecke zu kommen, dass man gar nicht ist. Authentizität ist wichtig. Wer bin ich und wie kann ich Menschen erreichen?

Positionierung mit Herz und Hund

Ich bin niemand, der gerne im Mittelpunkt steht. Auf keinen Fall bin ich laut. Selber würde ich mich eher als introvertiert bezeichnen, aber nicht unbedingt schüchtern, oder etwa meinungsscheu. Im Gegenteil, ich möchte den anderen Menschen auch erreichen, da kann ich nicht hinterm Berg halten mit meiner Einstellung. Deswegen bin ich immer für das offene Gespräch, auch wenn es vielleicht mal unangenehm ist. Besonders, wenn es nicht den berühmten Knopf zur sofortigen Hundeerziehung gibt. Oft ist der Weg lang und anstrengend, wenn man Probleme mit seinem Vierbeiner hat. Das auch so zu sagen, ist oft schon heikel.

Menschen sind sehr sensibel, wenn es um ihre Hunde geht. Ein falsches Wort kann schon mal über einen Folgetermin entscheiden. Deswegen ist es auch so wichtig, sich bewusst zu machen, dass Hundetraining und Coaching meist etwas mit dem Menschen am anderen Ende der Leine zu tun hat. Oft weniger mit dem Hund. Nicht selten stellen sich da die Probleme ein. Ein gutes Gespür für sein Gegenüber und ein offenes Ohr, ohne gleich zu bewerten und zu verurteilen, ist für mich das Wichtigste. Denn hier fängt alles an. Beide Seiten müssen sich aufeinander einlassen können und Vertrauen haben, ansonsten bringt das beste Training/Coaching nichts. Da kann ich noch so gut sein. Es bringt meinen Kunden nicht weiter.

Meine Herzensthemen, habe auch ich erst im Laufe der Zeit für mich fest gemacht:

(PJR/JR) Terrier und ihre Menschen – Sie begeistern mich!
Achtsamkeit im Hundetraining/Coaching – Kleine Schritte haben meist eine große Wirkung!
Selbstreflexion – Völlig unterschätzt und so wichtig!
Begleitung von Welpen und Neuhundebesitzern – Es gibt nichts schöneres!
SUP mit Hund – Auch für mich das erste Mal!
Segeln mit Hund – Jedem Anfang entspringt ein Zauber – Mit dem Vierbeiner noch schöner!
Glücklich sein für Hund und Mensch – Wer hätte das gedacht?! 😉

Positionierung mit Herz und Hund

Natürlich findet man auch immer wieder neue Ansätze, Ideen oder Dinge, für die man sich begeistern kann. Nur verlieren sollte man sich nicht. Es ist schwierig, nicht hinter der Menge, oder den zur Zeit gewünschten Trainings- und Auslastungsmethoden herzulaufen. Man möchte ja gerne auch davon profitieren, oder es dem Kunden recht machen. Ich glaube aber, dass das kein geeigneter Weg für jeden ist, für mich sowieso nicht. Das habe ich längst herausgefunden und fühle mich damit sicherer. Nur das, was mich glücklich macht und begeistert, kann ich auch meinem Gegenüber erklären, schmackhaft machen und ihn „abholen und mitnehmen“.

Wenn mir das gelingt, bin auch ich auf dem richtigen Weg.

Kommentare 3

  1. Liebe Nina,

    ein schöner Artikel! Ich lese gerne von Menschen, die sich selbst auf die Spur gekommen sind und sich authentisch zeigen. Hinter deinen Zeilen kommt deine Persönlichkeit zum Vorschein 🙂 Das macht den Text besonders.

    Viel Erfolg auf deinem Weg, wünscht dir Anna

  2. Liebe Nina!
    Das hast du mal wieder schön auf den Punkt gebracht! Es gibt so ein schönes Zitat von Ralph Waldo Emerson: „Ohne Begeisterung ist noch nie etwas Großes geschaffen worden“! Ich finde, das ist bei allem, was man tut das Entscheidende. Dass man es mit Begeisterung und Herzblut tut – dann gelingt es auch.
    LG,
    Neele & Sammy

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