Der schweineHUND am Jahresende

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4. Advent! Das alte Jahr ist fast vorbei und das neue kratzt schon mit den Pfoten. Als ob man nur darauf warten würde, wieder ein Kalenderblatt abzureißen und damit die einzelnen Jahre. Mir geht das zu schnell. Ich habe das Gefühl, gar nichts mehr so richtig mitzubekommen und Weihnachten ist wie eine Randerscheinung mit schönen Kindheitserinnerungen. Es riecht nach Spekulatius und Tannenbaum, doch so richtig in Stimmung komme ich noch nicht. Aber woran liegt es? Am Alter? An der schnelllebigen Zeit? Viele Faktoren spielen wohl eine Rolle. Jeder hat seinen ganz eigenen Rhythmus. Meiner möchte definitiv runterschalten, aber ich lasse ihn nicht. Es geht noch nicht. Schaue ich mir meine Vierbeiner an, werde ich sofort neidisch. Ich möchte manchmal tauschen mit ihnen. Sie leben in ihrer eigenen Welt mit ihrer eigenen Zeit. Keiner weiß so genau, wie Hunde Zeit empfinden. Aber sicher nicht so wie wir. Sie leben im Hier und Jetzt. Was für ein Glück!

2015 war irgendwie nicht mein Jahr. Ich wünsche mir, 2016 wird besser.
Oder nein, anders, mit vielen spannenden Herausforderungen in Sachen Coaching & Hundetraining, aber auch mit ruhigeren Phasen und mehr Zeit für mich, meine Hunde und den Menschen, die ich liebe. Ja, das wäre fein. Was an diesem Jahr so schlecht war? Ich kann es gar nicht fest machen. Es ist mehr ein Gefühl, vielleicht auch einfach nur die Zahl. Das neue Jahr strahlt mich irgendwie an.
Ja, das wird gut 🙂

Der schweineHund

Ich weiß gar nicht, warum ich mich auf diesen Artikel so gefreut habe. Ob es am vielversprechenden Titelbild liegt? Ja, auch ich möchte das selber ausprobieren. Alte und unschöne Dinge loslassen und sie nicht direkt wieder in das neue Jahr mitschleppen. Alles was gehen kann, lasse ich gehen. Zumindest habe ich den Vorsatz und ich möchte mir das ganz bewusst machen. Es liegt an mir, etwas aus dem neuen Jahr zu machen. Alles kann aber nichts muss – wenn ich nicht will. Achtsamkeit – mein Zauberwort. Auch ich kann das nicht immer umsetzen, aber ich mache es mir bewusster. Höre auf deine innere Stimme, auf deinen Körper und deine Bedürfnisse.

Durchatmen – so wichtig! Oft habe ich Menschen im Coaching oder Hundetraining, die gar nicht atmen vor lauter Konzentration. Sie vergessen es einfach und ich erinnere sie daran. Dann müssen alle lachen, denn wenn man die natürlichsten Abläufe unterdrückt, ist das schon sehr lustig. Konzentration ist gut, aber Tunnelblick nicht! Eine Frau ist in meinem Welpenkurs sogar mal gegen einen Baum gerannt. Was habe ich mich erschrocken. So sehr kann man sich in etwas verbeißen. Das hatte für mich aber nichts mehr mit Lernen zu tun, sondern nur noch mit blindem Ehrgeiz. Nein, so etwas möchte ich nicht. Warum hat sich diese Frau so unter Druck gefühlt? Deswegen liegt der Fokus jetzt viel mehr auf dem Menschen und seinem „sein“. Jeder Jeck ist anders – so sagt man in Köln. Und jeder Hund ja auch. Also, muss ich mich noch mehr auf beide einstellen und für sie eine Brücke bauen. Genau darauf freue ich mich, das ist meins!

Aber auch ich muss endlich durchatmen, neue Kraft schöpfen und mich wieder neu aufstellen für 2016. Da sind wir schon beim Neuanfang. Ein richtiger Neuanfang wird es nicht. In den letzten beiden Jahren hat sich bei mir schon so viel verändert, es reicht mir. Aber Kleinigkeiten, die möchte ich schon neu sortieren. Und vor allem, ich selber bleiben. Mich verändern in meinem Sinne und in meiner Zeit, mit meinen Möglichkeiten. Nicht immer nach den anderen schauen und Angst haben, etwas zu verpassen, oder nicht richtig zu machen. Klingt großartig, oder? Ist nicht einfach, weiß ich. Dieses Jahr hatte ich ständig das Gefühl, dass es nicht reicht. Wenig Weiterbildung, wenig gelesen, wenig bei anderen nachgeschaut. Bleibt man da nicht stehen? Gerade gestern habe ich dann wieder etwas Schönes gelesen und das hat mich ein bisschen beruhigt.
„Viel wichtiger als Wissen ist Erfahrung.“ Das lasse ich einfach mal so stehen 😉

„Ganz und gar man selbst zu sein, kann schon einigen Mut erfordern.“ Sophia Loren

Mit diesem Artikel möchte ich euch Mut machen für das kommende Jahr. Glaubt an euch und auch an eure Hunde. Mal gibt es Durchhänger, schlechte Phasen, fürchterliche Momente und davon mehr, oder mal weniger. Auch sie gehen vorbei und werden wieder gut. Schaut nicht immer auf das, was noch nicht funktioniert. Schaut darauf, was ihr schon alles erreicht habt mit euren Fellnasen. Seid tolerant anderen gegenüber, aber seid auch bestimmt und klar, wenn es um euch geht. Das liegt natürlich immer in den Augen des Betrachters und deswegen ist es ja auch so schwer, dass wir alle miteinander klar kommen. Ein Versuch ist es trotzdem wert und dabei bin ich euch von Herzen gerne behilflich, wenn ihr neue Wege in Sachen Hund probieren möchtet. Wenn ihr euch selber besser kennen lernen und euch von alten Mustern verabschieden möchtet. Mal fernab vom Hundeplatz, ganz alleine für euch und in der Zeit, die ihr und eure Vierbeiner brauchen. Rundum Sorglos sozusagen und den inneren Schweinehund überwinden 😉

Wäre das nicht eine schöne Aussicht auf das kommende Jahr?

Es ist noch etwas früh, aber dennoch wünsche ich euch allen schon jetzt ein ganz feines Weihnachtsfest mit euren Lieben. Vor den Festtagen herrscht meist Hektik und viele Dinge gehen unter. Dieses Jahr möchte ich einfach mal das Laptop ausschalten und wegfahren, ohne noch groß bei Facebook oder anderen Netzwerken aktiv zu sein. Urlaub steht an. Fünf Tage St. Peter! Ich freue mich darauf wie ein kleines Kind, denn ich verbringe es mit denen, die mir ganz besonders am Herzen liegen.

Loslassen_Sankt_Peter

Frohe Weihnachten ☆ Wie schön, dass es euch gibt ♡

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