Ein Welpe zieht ein …

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… und mit ihm, bzw. ihr, der ganz alltägliche Wahnsinn. Denn der Alltag sollte von Anfang an dabei sein. Wie oft nehmen sich Menschen für ihre Neuankömmlinge gleich zwei Wochen Urlaub, damit man möglichst viel Zeit für die Kleinen hat und es ihnen an nichts mangelt. Ich habe „meinen“ neuen Welpeneltern möglichst davon abgeraten. Vielleicht mache ich mich unbeliebt, aber viele Menschen verstehen nicht, warum der Hund auf einmal so ausflippt weil Herrchen und Frauchen plötzlich nicht mehr 24 Stunden am Tag verfügbar sind. Die Idee in allen Ehren. Ja, natürlich soll der Welpe seine neuen Eltern kennen lernen und alles, was damit zu tun hat, aber er soll auch den Alltag leben, das ist viel wichtiger und wird Hauptbestandteil seines Lebens sein. Der Urlaub spielt vielleicht an 2 oder 3 Stellen im Jahr eine Rolle, aber Alltag ist er nicht. Auch nicht für die Hundebesitzer und die sollten gleich alles dafür tun, damit Hund möglichst schnell rein kommt ins wahre Leben!

Ersthundebesitzer sind dankbar für jegliche Tipps und Ratschläge, die man ihnen an die Hand gibt. Man muss behutsam mit ihnen umgehen. Sie sind wie ein kostbarer Schatz, denn sie haben überhaupt keine Erfahrungswerte, verlassen sich auf dich und sind unendlich dankbar. Wer das ausnutzt und sich profiliert hat solche Menschen nicht verdient. Im Gegenteil. Wie selten nehmen sich Menschen schon im Vorfeld die Zeit, ihre Fragen, Ängste und Erwartungen an die Frau zu bringen, wenn der Hund noch gar nicht da ist? Ich kann sie an einer Hand abzählen. Die Verantwortung, die ich dabei habe, ist mir durchaus bewusst. Baue ich Mist, bleibt das erst mal an der Familie hängen, nicht an mir. Deswegen nehme ich mir so etwas auch sehr zu Herzen und gebe mein Bestes, alle auf den richtigen Weg zu bringen.

Frieda 2

Für mich gibt es eine Basis, daran kann sich jeder Hundebesitzer orientieren und entlang hangeln. Auch Menschen, die vorher noch nie einen Hund besessen haben, verstehen diesen Aufbau. Das sollte schon bei der geeigneten Auswahl der Rasse anfangen, nur leider ist das in den seltensten Fällen der Fall. Hat Mann oder Frau sich auf diese schon eingeschossen, ist es so gut wie unmöglich, die Entscheidung umzuwerfen. Da hilft auch die Vernunft meisten nicht. Ich habe Leuten auch schon ganz klar abgeraten, ihren Wunschkandidaten ins eigene Heim zu holen. Meistens sieht man diese Menschen nie wieder. Schade. Natürlich kann das auch gut gehen, aber oft genug eben nicht. Trotzdem gibt es für mich nichts schöneres, als die gemeinsame Entwicklung aller mitzubekommen. Mensch und Hund wachsen zusammen und wachsen miteinander an ihren Aufgaben.

Bis jetzt war der Start meiner Welpeneltern ein voller Erfolg. Auch wenn die kleine Frieda nicht lange fackelt, wenn sie merkt, sie muss ihre neue Familie um den Finger wickeln und etwas nachdrücklicher werden. Aussitzen und Tee trinken, nach 5 Minuten ist das Spielchen „Jammern auf hohem Niveau“ beendet. Nerven behalten und konsequent blieben, mehr kann man erst mal nicht tun. Sofort nachgeben und dem Hund jeden Wunsch erfüllen, ist meist der schlechtere Weg, auch wenn es sich erst mal besser anfühlt. Was ich auch durchaus verstehen kann. Wer selber schon einen Welpen groß gezogen hat, wird verstehen, wie schnell man alle guten Ratschläge fahren lässt. Ich selber eingeschlossen 😉

Frieda3

Wie es weiter geht mit Frieda und ihrer neuen Familie, erfahrt ihr auf meinem Blog. Hier werde ich regelmäßig darüber berichten.

Ich bedanke mich schon jetzt bei Andreas und Kathrin für ihr Vertrauen. Es macht mir wahnsinnig viel Spaß mit euch und der kleinen Frieda! 🙂

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