Und wofür stehst du?

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Was für ein gewaltiger Spruch. Aber so verdammt richtig.

Sich mit anderen zu vergleichen ist doch ganz normal, oder? Macht ihr das auch? Oder seid ihr euch und eurer Sache immer sicher?

Ich mache es. Für meinen Geschmack zu oft. Nein, es tut mir nicht gut und bringt mich auch nicht weiter. Im Gegenteil. Es hemmt, tut weh, ist ein Fass ohne Boden und kann einen schon mal ganz schön runter reißen. Es gibt doch so viele tolle Dinge, die man auch anbieten möchte/könnte. Aber kann ich das? Schaffe ich das? Bringt es mich weiter? Im eigenen Vergleich mit sich selber, schneidet man meist ganz schlecht ab …

Am Anfang war ich sehr unsicher, wohin die Reise mit meiner Hundeschule und meinem Angebot überhaupt geht. Viele Kurse und Seminare hatte ich im Programm. Nur habe ich mich damit überhaupt nicht wohl gefühlt. Mit der Zeit habe ich herausgefunden, was mir liegt. Mit „meinen“ Themen kann ich andere begeistern und mitnehmen. Da fühle ich mich sicher. Große Gruppen sind nicht mein Ding. Ich liebe die zwischenmenschliche Arbeit. Etwas aus meinem Gegenüber heraus zu kitzeln. Neugierig machen auf den eigenen Hund und Wege entdecken, an die man vorher nie gedacht hätte! Das ist so toll und bringt mir so viel Freude. Sich selber finden, das ist ganz wichtig. Dann hört man auch Schritt für Schritt mit den Vergleichen auf. Es wird immer weniger, das kann ich euch versprechen. Probiert es aus!

Eines meiner Lieblingsthemen: Was für ein Mensch bist du im Zusammenspiel mit deinem Hund? Was verbindet euch und wie ist eure Kommunikation? Was läuft super und was ist vielleicht immer wieder ein Knackpunkt? Wie spiegelst du deinen Vierbeiner und er vor allem dich?

„Alles was euch gemeinsam stark macht, ist mein Antrieb.“ Was für ein schöner Spruch! Viel schöner, als sich im Vergleich mit anderen zu verlieren.

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  1. Ich glaube, jeder vergleicht sich, seine Hunde und seinen Umgang mit ihnen immer mal wieder mit anderen … für mich ist dabei nur wichtig, dass ich mit dem wie es bei uns ist zufrieden bin! Ich gebe zu, bei Dingo war ich noch sehr darauf bedacht, dass er meinen Kommandos folgt – habe ihm aber auch schon sehr viele Freiheiten eingeräumt. Mit jedem Hund ist mir klarer geworden, was für uns wichtig ist – und auf was ich gut verzichten kann.
    Natürlich kommen auch bei mir manchmal Zweifel auf – braucht nicht Damon etwas mehr Kopfarbeit?! Sollte ich für Cara nicht doch noch eine andere Möglichkeit finden sich auszutoben?! Mace ich manchmal doch zu viel / zu wenig / das Falsche mit meinen Hunden?!
    Aber dann, wenn ich auf dem Sofa liege und hinter / über / neben mir grunzt es wohlig, dann fällt es mir wieder ein – was uns verbindet und uns wichtig ist: Ein vertrauensvolles Miteinander, das Gefühl, sich auf den anderen verlassen zu können, und Sicherheit. Meine Sicherheit, dass die Hunde im Büro auch dann entspannt bleiben, wenn ich ein längeres Meeting habe … ihre Sicherheit, dass ich immer zu ihnen zurückkomme. Die Sicherheit, die manchmal mir die Leine gibt … oft aber auch den Hunden. Das Vertrauen, mit meinen Händen meine Hunde zu kraulen, auch wenn sie sich gerade kabbeln und am Fell ziehen … mit der Gewissheit, dass meine Finger nie dazwischen geraten. Ihr Vertrauen zu mir, wenn wir beim Tierarzt sind und sie ihren Kopf in meine Hand legen … und der Tierarzt dann (fast) alles machen kann, weil ich aufpasse.
    Meine Hunde kommen vielleicht nicht immer beim ersten Ruf, sie laufen selten „bei Fuß“ und wenn ich „Sitz“ sage, dann darf jeder in dem Tempo folgen, dass ihm passt! Aber wir sind damit glücklich … und ich bin froh, dass auch Du Deinen Weg gefunden hast und ihn auch gehst!

    Liebe Grüße,
    Isabella mit Damon und Cara

  2. Der Weisse Hund 12. Oktober 2015

    Liebe Isabella,
    ich danke dir für diesen schönen Kommentar. Es ist wohl ein ganz normaler Prozess, den man durchläuft und in dem man sich dann ganz plötzlich wieder findet. Ich wünsche dir und deinen beiden eine gute Zeit.
    Nina

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